Der Weg ins Ausland führt nach dem Studienabschluss 1995 über das Frankfurter Büro der Nachrichtenagentur Associated Press. Für ihn kam nichts anderes als die internationale Politik in Frage, erinnert sich Auslandschef Peter Zschunke. Als der Krieg in Ex-Jugoslawien tobt, entscheidet sich Christian Liebig, den Schreibtisch in Frankfurt vorübergehend zu verlassen, um auf eigene Faust vor Ort zu recherchieren und zu schreiben. Er hatte eine dezidierte Meinung zum Balkan-Konflikt und verurteilte die serbische Politik, so sein damaliger Chef Zschunke. Aber unser Job als Agentur ist darstellen, unparteiisch sein. Er wollte sich seine Themen bewusster aussuchen, zugespitzter schreiben. Das hat ihn wohl bewogen, zu FOCUS zu gehen.
Nichts wie raus ist das Motto des Auslandsredakteurs, der in der Münchner Redaktion Themen entwirft, mit FOCUS-Auslandskorrespondenten telefoniert, recherchiert, bis aus einer Idee eine gedruckte Geschichte wird. Vor allem die Reisen nach Afrika können sein Fernweh stillen vorübergehend. Weil die Politik des Stärkeren immer noch das ist, was Realität schafft, interessiert er sich zunehmend für militärische Themen. Als der Irak-Krieg Wirklichkeit wird, ist sein Entschluss gefallen.








