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Ziele der StiftungProjekteSpendenMitgliedschaftWer war Christian Liebig?Kontakt/MaterialPresse/Archiv





Staatschef in Blau
Christian Liebig mit Nigerias
Machthaber Olusegun Obasanjo.
Das Interview findet 1999
im Präsidentenpalast statt
Am Meer mit Tutu
Interview mit einer Legende:
Südafrikas Erzbischof Tutu.
Links Afrika-Korrespondent
Frank Räther
Parteitag
2000 im Gespräch mit der damaligen
Chefin der „Freiheitlichen“ in
Österreich, Susanne Riess-Passer
Türkei-Recherche
September 2002:
Interview mit dem Gouverneur
Südostanatoliens über
die Kurden-Politik
Hunger-Gebiet
Recherche in der Wüste Äthiopiens
Die Entscheidung ist nicht leicht. Vier Semester Betriebswirtschaft an der Uni Bayreuth hinschmeißen, um näher am Traumberuf Journalist zu studieren? Seinen BWL-Kommilitonen teilt Christian Liebig im Sommer 1990 mit, dass es jetzt ein Ende habe mit Rechnungswesen und Statistik. „Ihr werdet weiter Erbsen zählen. Ich mach was Anständiges“, bekommen sie zu hören. Ein kecker Spruch. Denn mit dem Magisterstudium Kommunikationswissen- schaften, Wirtschaft und Politik in Essen ist klar: Jetzt kommt die publizistische Ochsentour. Vereinstermine, Messe-Interviews: erste Berufsschritte in der Essener Lokalredaktion der „Neuen Ruhr-Zeitung“.

  Der Weg ins Ausland führt nach dem Studienabschluss 1995 über das Frankfurter Büro der Nachrichtenagentur Associated Press. „Für ihn kam nichts anderes als die internationale Politik in Frage“, erinnert sich Auslandschef Peter Zschunke. Als der Krieg in Ex-Jugoslawien tobt, entscheidet sich Christian Liebig, den Schreibtisch in Frankfurt vorübergehend zu verlassen, um auf eigene Faust vor Ort zu recherchieren und zu schreiben. „Er hatte eine dezidierte Meinung zum Balkan-Konflikt und verurteilte die serbische Politik“, so sein damaliger Chef Zschunke. „Aber unser Job als Agentur ist darstellen, unparteiisch sein. Er wollte sich seine Themen bewusster aussuchen, zugespitzter schreiben. Das hat ihn wohl bewogen, zu FOCUS zu gehen.“

  „Nichts wie raus“ ist das Motto des Auslandsredakteurs, der in der Münchner Redaktion Themen entwirft, mit FOCUS-Auslandskorrespondenten telefoniert, recherchiert, bis aus einer Idee eine gedruckte Geschichte wird. Vor allem die Reisen nach Afrika können sein Fernweh stillen – vorübergehend. „Weil die Politik des Stärkeren immer noch das ist, was Realität schafft“, interessiert er sich zunehmend für militärische Themen. Als der Irak-Krieg Wirklichkeit wird, ist sein Entschluss gefallen.