Mit einer weiteren Bildungsoffensive startete die Christian-Liebig-Stiftung e.V. (CLS) im Jahr 2006. Zusammen mit dem Projektpartner UNICEF, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, verwirklichte die CLS für tausende von Kindern im Distrikt Kasungu ein chancenreicheres Leben. Nördlich von Malawi wurden insgesamt 13 Grundschulen renoviert, ausgebaut und komplett neu errichtet. Damit schließt sich die CLS der Offensive für südafrikanische Länder unter dem Motto Schulen für Afrika an, die Tausende Grundschulen mit 10 000 Euro pro Einrichtung fördert.
Vor allem auf dem Land gibt es viel zu wenig Schulen. In vielen verlassen zwei von drei Kindern den Unterricht vor der achten Klasse, viele gehen sogar, bevor sie richtig lesen und schreiben gelernt habe. Vor allem Mädchen trifft dieses Schicksal, weil sie zu Hause arbeiten müssen, aidskranke Verwandte pflegen oder ungewollt schwanger wurden. Die Klassen sind überfüllt und schlecht ausgestattet, häufig findet der Unterricht unter freiem Himmel statt. Wenn es regnet, fällt er ganz aus. Die meisten Gebäude sind marode oder baufällig. Oftmals mangelt es auch am nötigsten Mobiliar und an Unterrichtsmaterial. Nur jeder zweite Lehrer besitzt eine formale Ausbildung.
Der CLS lag beim Grundschulen-Projekt besonders am Herzen, die Dorfbevölkerung einzubinden. Das knappe Budget erforderte praktisches Engagement - vom Brennen der Ziegel für Neubauten bis zur Instandhaltung der Gebäude. Bei diesem Projekt wurden insbesondere Aids-Waisen und Mädchen gefördert. Ein Grundsatz, den die CLS bereits bei der Christian-Liebig-Sekundarschule im Distrikt Blantyre praktiziert.
| Projektinformation | |
| Land | Malawi |
| Ort | Distrikt Kasungu, nördlich der Hauptstadt Lilongwe |
| Beginn / Dauer des Projekts | 2006-2007 |
| Ziele | Bau, Ausbau und Renovierung von 13 Grundschulen |
| Partner | UNICEF |





